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11.03.2010, 10:50
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Was will der Grieche?
Streik gegen Einsparungen
Gewerkschaften wollen Griechenland lahmlegen
Der Flugverkehr liegt brach, in Athen steht der Nahverkehr still, Behörden bleiben geschlossen: Griechenlands Gewerkschaften begehren gegen das Sparpaket von Premier Papandreou auf, das Kürzungen bei Beamtengehältern und im Sozialbereich vorsieht. Auch die Journalisten streiken.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,682924,00.html
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11.03.2010, 10:53
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Was will der Grieche?
Die Frage ist ernst gemeint, ich weiß es nämlich nicht! Der Grieche denkt offenbar er kann für immer und ewig in seinem sozialistischen Umverteilungsparadies weiterleben und jedes Jahr 10% mehr konsumieren als die Wirtschaftsleistung des Landes hergibt. Das geht nur, wenn Ausländer griechnische Staatsanleihen kaufen. Aber das tun sie nun nicht mehr uneingeschränkt und jetzt ist der Grieche zutiefst beleidigt. Warum?
Was will der Grieche?
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11.03.2010, 11:06
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Zitat:
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Zitat von Simon
Was will der Grieche?
Die Frage ist ernst gemeint, ich weiß es nämlich nicht! Der Grieche denkt offenbar er kann für immer und ewig in seinem sozialistischen Umverteilungsparadies weiterleben und jedes Jahr 10% mehr konsumieren als die Wirtschaftsleistung des Landes hergibt. Das geht nur, wenn Ausländer griechnische Staatsanleihen kaufen. Aber das tun sie nun nicht mehr uneingeschränkt und jetzt ist der Grieche zutiefst beleidigt. Warum?
Was will der Grieche?
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- Menschen wollen immer mehr und nie einen Rückschritt vom erreichten Status-Quo.
- 95% des Volkes haben keine Ahnung was Neuverschuldung und Aussenhandelsdefizit überhaupt bedeuten.
Die Griechen leben zusätzlich in einem System durchzogen von Korruption, riesigem Staatsapparat und jahrzentelang gelebtem Semisozialismus.
Meine Antwort ist:
Der Grieche will die Realität nicht sehen.
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11.03.2010, 11:30
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Eine harte Landung auf den Tatsachen der Realität ist wohl das einzige was helfen, die Wirklichkeitswahrnehmung wieder zu stärken.
Was mich allerdings wundert: Wer kauft immer noch Staatsanleihen von Ländern wie Griechenland, Italien, Spanien und ermöglicht deren semisozialistische Party? Eine Griechenland-Pleite könnte auch für die internationale Investorengemeinde ein wichtiges Signal bereit halten, Geld nicht so leichtfertig zu vergeben.
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11.03.2010, 12:16
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Zitat:
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Zitat von Simon
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Was mich allerdings wundert: Wer kauft immer noch Staatsanleihen von Ländern wie Griechenland, Italien, Spanien und ermöglicht deren semisozialistische Party? ...
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Wenn es keine Pensionsfonds oder Banken (auch deutsche) mehr tun, sollen es andere Länder direkt tun. Griechenland hat u.a. schon in Deutschland und China angefragt.
Eine andere Variante wäre die Einrichtung eines europäischen Währungsfonds analog dem IWF, um - so wird es wohl von allen Parteien gesehen - z.B. aktuell Griechenland vor internationalen Spekulanten zu schützen:
http://www.spiegel.de/politik/auslan...682223,00.html
Letztlich kaufen dann also alle EU-Bürger - in vorderster Linie wohl die Deutschen - die griechischen Staatsanleihen. Reformen hin oder her. Auf Ankündigungen Griechenlands würde ich nichts geben wollen. 
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Kurt Biedenkopf am 05.05.2010 in "Hart aber fair": Für liegengebliebene Probleme steigen die Kosten im Quadrat der verlorenen Zeit.
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11.03.2010, 12:36
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Ein Hoch dem Zinsabstand
Mal ein sehr guter Artikel von einer m.E. sehr guten Zeitung - dem österreichischen Standard. ///
http://derstandard.at/1267132267810/...em-Zinsabstand
Nicht die jetzigen Aufschläge auf griechische Staatsanleihen sind das Problem, sondern die absurd niedrigen Renditen bis 2008
Rund 300 Basispunkte, oder drei Prozentpunkte, beträgt derzeit der Zinsabstand (Spread) zwischen griechischen Staatsanleihen und deutschen Bundesanleihen. Investoren, die ein griechisches Papier kaufen, verlangen einen Aufschlag in dieser Höhe, um das Risiko eines Staatsbankrottes zu kompensieren.
Für Griechenland ist dies eine teure Angelegenheit und für europäische Politiker ein Krisensymptom, für das Hedgefonds verantwortlich gemacht werden und das dringend beseitigt gehört.
Aber man könnte genauso gut diesen Zinsabstand als Normalzustand betrachten und sich darüber wundern, warum es ihn nicht schon viel früher gab. Bis zur Euro-Einführung 1999 gab es bereits einen deutlichen Zinsabstand zwischen griechischen und deutschen Papieren. Damals wollten sich Investoren vor allem das Risiko einer Abwertung der Drachme, der griechischen Währung, durch höhere Renditen abgelten lassen.
Im Vorfeld des griechischen Euro-Beitritts 2001 schrumpfte dieser Abstand, um danach fast völlig zu verschwinden. Von 2001 bis Sommer 2008 warfen griechische Staatsschulden nur 25 Basispunkte, oder ein Viertelprozentpunkt, mehr ab als deutsche und etwa gleich viel wie österreichische Papiere. Der Abstand zu den Bundesanleihen wurde damals vor allem mit technischen Faktoren, etwa der geringeren Liquidität, erklärt.
Rückblickend war das ein Wahnsinn. Mit der Beseitigung des Wechselkursrisikos taten die Finanzmärkte so, als ob griechische Staatsanleihen überhaupt kein Ausfallsrisiko hätten. Und das, obwohl Griechenland auch in diesen Jahren deutlich höhere Schulden und Defizite vorwies als das EU-Musterland Deutschland.
Auch bei Unternehmensanleihen werden bei gleicher Währung, wenn es kein Wechselkursrisiko gibt, die Bonitäten dennoch anders bewertet. Warum also nicht bei Staaten?
Die deutsche Wirtschaft litt gewaltig unter dieser Markteinschätzung der relativen Bonität. Mit dem Euro verloren deutsche Unternehmen, private Kreditnehmer und auch der Staat den bisherigen Zinsvorteil, während die europäischen Konkurrenten plötzlich Zugang zu billigen Krediten hatten. Ökonomen führen einen guten Teil der Wachstumsschwäche unter der rot-grünen Regierung Schröder auf diesen Zinseffekt zurück.
Griechenland profitierte davon hingegen enorm, genauso wie Italien, Spanien, Portugal und Irland. Aber letztlich erwiesen sich die niedrigen Zinsen als vergiftetes Geschenk für diese Staaten. Denn sie lösten einen Kreditboom aus, der Preise und Löhne in die Höhe trieb und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Volkswirtschaften schwächte.
Und das billige Geld ersparte den Ländern jene harte ökonomische Disziplin, die man sich eigentlich von der Euro-Einführung erwartet hätte. Wer einer Währungsunion beitritt, begibt sich des Instrumentes der Abwertung und muss bei einer Verschlechterung der Wettbewerbssituation den Gürtel enger schnallen, also die Lohnkosten senken.
Die deutsche Exportindustrie tat das von 2002 bis 2007 und steht heute besser dann denn je. Die Südflanke der EU genoss inzwischen die Party und leidet nun unter einem furchtbaren Kater
Warum die Finanzmärkte den Griechen und Spaniern nicht höhere Zinsen abverlangte, ist rückblickend unverständlich. Offenbar gingen die Investoren davon aus, dass es in der Währungsunion kein Ausfallrisiko gibt, weil – allen anderslautenden Verträgen zum Trotz - jedes bankrotte Land ohnehin aufgefangen wird. Und vielleicht werden sie damit Recht behalten, wenn das große EU-Rettungspaket für Athen wirklich zustande kommt.
Das mag für den Augenblick besser sein als ein finanzieller Kollaps, der zumindest politisch den Euro gefährdet. Aber wenn sich alles beruhigt hat und die Krise vorbei ist, kann man nur hoffen, dass Griechenland & Co. nie wieder von den Märkten so behandelt werden, als wären sie genauso so sicher wie Deutschland oder Österreich.
Nur nachhaltig höhere Zinsaufschläge werden dazu führen, dass die jetzigen Reformen und Sparmaßnahmen auch durchgehalten werden. Erst wenn die Wirtschaftspolitik im „Club Med“ wirklich der der Deutschen gleicht, verdienen sie die Zinsparität.
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Kurt Biedenkopf am 05.05.2010 in "Hart aber fair": Für liegengebliebene Probleme steigen die Kosten im Quadrat der verlorenen Zeit.
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11.03.2010, 15:16
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Zitat:
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Zitat von Stoni_I
Nicht die jetzigen Aufschläge auf griechische Staatsanleihen sind das Problem, sondern die absurd niedrigen Renditen bis 2008
Rund 300 Basispunkte, oder drei Prozentpunkte, beträgt derzeit der Zinsabstand (Spread) zwischen griechischen Staatsanleihen und deutschen Bundesanleihen. Investoren, die ein griechisches Papier kaufen, verlangen einen Aufschlag in dieser Höhe, um das Risiko eines Staatsbankrottes zu kompensieren.
Für Griechenland ist dies eine teure Angelegenheit und für europäische Politiker ein Krisensymptom, für das Hedgefonds verantwortlich gemacht werden und das dringend beseitigt gehört.
Aber man könnte genauso gut diesen Zinsabstand als Normalzustand betrachten und sich darüber wundern, warum es ihn nicht schon viel früher gab. Bis zur Euro-Einführung 1999 gab es bereits einen deutlichen Zinsabstand zwischen griechischen und deutschen Papieren. Damals wollten sich Investoren vor allem das Risiko einer Abwertung der Drachme, der griechischen Währung, durch höhere Renditen abgelten lassen.
Im Vorfeld des griechischen Euro-Beitritts 2001 schrumpfte dieser Abstand, um danach fast völlig zu verschwinden. Von 2001 bis Sommer 2008 warfen griechische Staatsschulden nur 25 Basispunkte, oder ein Viertelprozentpunkt, mehr ab als deutsche und etwa gleich viel wie österreichische Papiere. Der Abstand zu den Bundesanleihen wurde damals vor allem mit technischen Faktoren, etwa der geringeren Liquidität, erklärt.
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das ist ja lustig, ich komme gerade von einem Vortrag von Otmar Issing, der hat fast wörtlich das gleiche gesagt.
ich folgere daraus :
1. der Schreiberling hat den Vortrag auch gehört und hat abgeschrieben.
2. der Otmar Issing hält für eine wahrscheinlich fürstliche Gage immer den gleichen Vortrag. 
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clarel
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11.03.2010, 15:22
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Zitat:
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Zitat von Simon
Was mich allerdings wundert: Wer kauft immer noch Staatsanleihen von Ländern wie Griechenland, Italien, Spanien und ermöglicht deren semisozialistische Party?
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Banken, Pensionsfonds, Riester&Rürup, Versicherungen, Soros & Konsorten(?) etc.?
So dumm ist es ja nicht, zumindest von der Warte derjenigen aus gesehen, die Zugang zur EZB haben, griechischen Schrott für 6% zu kaufen und bei der EZB als Sicherheit für 1%-Kredite zu hinterlegen
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11.03.2010, 19:58
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Was der Grieche will?
"Der Grieche" will, dass alles so weiter läuft wie bisher. Warum auch nicht!?! Schließlich, so ist seine Meinung, hat er sich ja nichts vorzuwerfen. Denn es haben ja "alle" das gleiche gemacht und vor allem "die da oben". Ein Schuldbewußsein existiert nicht. Nochmal...es existiert nicht. (Vereinzelt soll es schon mal gesichtet worden sein. Keiner weiss wo genau. Die Behörden haben diese Spekulationen aber verboten...)
Egal wer den Griechen Geld leiht (ich würde es nicht...mit einer Ausnahme...nur wenn ich der Erste waere, der Geld zu verleihen hat) es wird nicht helfen. Die Beteuerungen der Politik werden nicht gehalten. Fakt ist, den Griechen geht es zu gut. Denn es geht ihnen in ihrer Gesamtheit anscheinend noch zu gut...! Wer konsumieret denn noch?? Die Teuerungsrate wird nach oben schnellen, denn irgendwo muss das Geld ja wieder eingenommen werden. Steuern werden steigen und Lohnkürzungen werden bis auf weiteres das Land lahm legen (Generalstreiks). Das kann gut noch ein paar Jahre dauern. Am schnellsten "lernen" die Griechen, wenn man ihnen kein Geld gibt.
Die Vergangenheit hat es auch schon eindrucksvoll gezeigt. Auch in der Antike hat dieser zersplitterte Haufen (Hellenen) sich erfolgreich gewehrt, wenn die Bedrohung von außen (z.B. Perser) nur groß genug war. In der Zwischenzeit hat man sich eben selbst auf die Mütze gehauen.
"Der Grieche" denkt er ist der schlauste von allen. Das ist quasi angeboren, dafür kann er nichts. Nach dem Motto "warum soll ich arbeiten" oder "dieses und jenes tun/zahlen". Sollen das doch "die anderen" machen läßt sich prima leben. Hat ja auch gut geklappt. Die Effizienz ist im Keller! Umgekehrt proportional ist aber die Erwatunghaltung eines jeden einzelnen Griechen. Der Service ist grossflaechig lausig.
Eine klassische Arbeitnehmer Woche in einer großen Firma sieht ungefähr so aus:
Mo und Di: Sich über die am Wochenende vollbrachten Heldentaten unterhalten
Mi: Verdammt, wie kann ich die Arbeit, die bei mir auf dem Tisch liegt NICHT machen. Zum Verständnis: Es werden hier Gründe gesucht nicht arbeiten zu "können" (Betonung: nicht zu können!!) und zwar genau SO nicht, wie es der Chef, der andere, die Situation, der Prozess etc. erfordert.
Do: Vormittags - Arbeit abgeben mit dem Vermerkt GEHT NICHT, weil siehe Mittwoch. Nachmittags - Vorbereitungen fürs Wochenende.
Fr: boah war das anstrengend Wochende. Wochenende. Fr[h so gegen 1400
Noch eine besondere Note der griechischen Mentalität ist:
Wenn ich es nicht bekomme, dann soll es keiner bekommen.
Zack...da wird schon mal die Uni abgefackelt, um 2 Wochen später gegen die schlechten Zustände zu demonstireren. Achtung: Falle! Die, die beim Abfackeln dabei waren...jaaa...das waren wir nicht, das waren die andern! Da haben wir es.
Natürlich gibt es auch diejenigen, die "sich so richtig den Asrhc aufreißen. Ne jetzt wirklich. Die, die richtig (nach deutscher Definition) arbeiten. Diese Minderheit, sieht es als völlig selbstverständlich an, (man kann sie aber auch verstehen, die armen Teufel) nichts mit dem Fiskus zu teilen oder seeeeeeeehr wenig. Weil die, nein die anderen, ja die, die arbeiten ja nicht und bekommen trotzdem ihr Geld. Mein "wohlverdientes" Geld bekommen die nicht. Da haben wir es schon wieder...
Ausblick:
Ein Feindbild muss her. Heute müsste das die "böse" EU, die "bösen" Deutschen etc. sein, also die "die uns kein Geld" geben und uns "hinhalten". Und wenn das auch nichts mehr hilft und man gegen die Windmuehlen (Synonym fuer...die EU verleiht kein Geld) erfolglos gekaempft hat und alles weg und kaputt ist, dann ist Platz fuer einen Neuanfang.
Den Griechen wird es immer schelchter gehen (vom jetzigen Status Quo aus gesehen). Hier auch, aber nicht ganz so schlimm natuerlich. Nordeuropa wird schön bezahlen oder die Griechen dürfen "griechische Euros" drucken. Oder die Griechen werden mit Produkten aus China zugeballert. Die Chinesen brauchen ja auch Sicherheiten bzw. Absatzmaerkte fuer die gezahlten USD. Die Immopreise sind zu hoch. Investiert lieber in Batterien, Blockheizkraftwerke und beobachtet die Lage da unten. Irgendwann macht es wieder Sinn sich ein schönes Haus direkt am Strand zu kaufen, wenn man ans auswandern denkt...ach so...und wegen den Steuern, darueber muesst ihr euch nun wirklich keine Gedanken machen.
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Ich könnte viele Annekdoten erzählen, denn ich bin dort geboren und habe 20 Jahre da gelebt. Meine Familie lebt unten und ich bekomme die besten Geschichten abends berichtet. Als Ersatz fuer Mario Barth, weil ich doch keinen Fernseher habe... so long ...
P.s.:
Die vom studierten BWLer, der mit seinem Gehalt so gerade über die Runden kommt (Sparquote 2 Frappe) und sich einen Kredit für gaannnz viel Geld nimmt, um sich seine Wohnungseinrichtugn (Sofa, Fernseher...) im Eigenheim (geerbt) zu finanzieren, um diesen mit Kleinstabschlägen zurück zu bezahlen....die anderen machen es doch auch...wurde er zitiert. Irgendwann wird er es verkaufen muessen...
P.s.s.:
Einfach herrlich, wie man zwischen "ihr Griechen" und "ihr Deutschen" hin und her springen kann, oder? Tja, so ist es eben, wenn man sich aus beiden Laendern das Beste aussuchen kann 
Geändert von PCBM (11.03.2010 um 20:23 Uhr).
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11.03.2010, 20:33
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GR raus aus der EWU!
Zitat:
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Zitat von Simon
...
Was mich allerdings wundert: Wer kauft immer noch Staatsanleihen von Ländern wie Griechenland, Italien, Spanien und ermöglicht deren semisozialistische Party? Eine Griechenland-Pleite könnte auch für die internationale Investorengemeinde ein wichtiges Signal bereit halten, Geld nicht so leichtfertig zu vergeben.
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Ich denke, die kaufen GR-Anleihen in der Erwartung, dass die EU bzw. insbesondere D die Betrüger aus der Krise rauskaufen werden, wenn's knallt. Die erwarten wohl die Absicherung der Anleihen durch andere Staaten.
Zitat:
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Zitat von Stoni_I
Eine andere Variante wäre die Einrichtung eines europäischen Währungsfonds analog dem IWF, um - so wird es wohl von allen Parteien gesehen - z.B. aktuell Griechenland vor internationalen Spekulanten zu schützen:
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Warum soll ein EWF eingerichtet werden? Mit wessen Geld? Die ursprüngliche Idee (von der man jetzt bezeichnenderweise nichts mehr hört) war, dass die Staaten, die die Stab.-Kriterien verletzen, in diesen Fonds einzahlen - nur jetzt geht das nicht mehr, so pleite bzw. fast pleite wie die PIGS sind. Also müssten doch wieder die anderen EU-Staaten einzahlen, aber wozu?!? Auf die dadurch erlangte Einflussmöglichkeit der EWU können wir verzichten. Lassen wir GR pleite gehen und schmeißen die aus der EWU raus - eine entspr. Regelung muss mit vereinter Kraft in den Masstricht-vertrag gedrückt werden. Und wenn das nicht akzeptiert wird, dann tritt D aus und setzt die DM wieder ein, wer will uns daran hindern?
Das "Argument" von unserer Kanzleuse, dem Winz-franzosen und dem Junker (den hatte ich bisher für wirtschaftspolitisch kompetent gehalten, jetzt nicht mehr), mit einem EWF wolle man GR vor Spekulanten schützen, ist doch unsinn! Lasst doch die Hedgefonds gegen GR spekulieren! Entweder deren Speku geht auf - oder eben nicht. Es wäre nicht die erste Speku von potenten marktteilnehmern, die in die Hose geht, man erinnere sich an die Speku der Hunt-Brüder auf den Silberpreis.
Wie will man Spekulation gegenüber Investition abgrenzen? Das geht - wenn überhaupt - nur mit willkürlichen Eingriffen in den Markt, und wenn die Regelungen zu Marktverzerrungen führen, hat man wenig erreicht bzw. schlimmeres hervorgerufen, als man eigentlich vermeiden wollte.
Der Standard-Artikel ist wirklich interessant,
Zitat:
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Mit dem Euro verloren deutsche Unternehmen, private Kreditnehmer und auch der Staat den bisherigen Zinsvorteil, während die europäischen Konkurrenten plötzlich Zugang zu billigen Krediten hatten. Ökonomen führen einen guten Teil der Wachstumsschwäche unter der rot-grünen Regierung Schröder auf diesen Zinseffekt zurück.
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Diesen Zusammenhang habe ich bisher noch nirgendwo so formuliert gesehen, und er erscheint mir sehr plausíbel.
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11.03.2010, 22:17
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@BullyBear
Der Standard hat oft Artikel, die man in dieser Klarheit und mit diesem fachlichen Fundament nirgendwo anders im Netz findet. Kein Vergleich zu Focus Money oderso.
Problem ist halt, das gerade deutsche Banken, Versicherer etc. Mrd.-Summen in Griechenland-Anleihen stecken haben. Und wenn Griechenland fällt, fallen Anleihen von Spanien etc.. Also stehen da hunderte Milliarden auf dem Spiel bzw. womöglich Soffin 2.0.
Ich denke, da kommt man um einen Kauf von griechischen Anleihen nicht umzu. Aber dieses Gebahren der Griechen fällt wirklich schwer. O.K. - wenn dort ein Lehrer nur 1.400 Euro verdient oder ein Arzt Extra-anzahlungen annehmen muss, kann man da eben nicht großartig sparen. Dann müssen die aber mal ihr Steuersystem auf Vordermann bringen oder sonstwo zuschlagen. Generell sollten die anderen Staaten z.B. via zu gründenden EWF nur griechische Anleihen kaufen, wenn die auch wirklich was machen. Auf Ankündigungen kann man sich m.E. nicht verlassen.
Aber daran sieht man, wie sehr ein schwacher Staat ein Land in den Ruin treiben kann. Anzeichen gibt es ja auch in Deutschland, wenn man in manche Kommune guckt. Wer wie zuletzt die FDP noch von weiteren Steuersenkungen ohne Gegenfinanzierung spricht, ist fern der Realität.
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Kurt Biedenkopf am 05.05.2010 in "Hart aber fair": Für liegengebliebene Probleme steigen die Kosten im Quadrat der verlorenen Zeit.
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11.03.2010, 22:46
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@ Stoni_I
Deinem Hinweis auf den Standard werde ich nachgehen, vllt. lohnt sich ein regelmäßiges Studium dieses Blattes.
Dennoch bin ich anderer Meinung als du:
1. Es scheint wohl so zu sein, dass vorwiegend dtsch. u. frz. Banken GR-Anleihen halten, und diese sind jetz doppelt gekniffen: Jahrelang niedrige Zinsen eingenommen, die sie fast auch mit sichereren Papieren gehabt hätten, und jetzt das Ausfallrisiko. Da sieht man wieder, auch Profi-Investoren können falsch liegen. Nun ja, dann müssen sie halt einige Mrd. wieder abschreiben, das Ausmaß in summa ist nach meiner Erkenntnis wohl geringer als das der Verluste der bisherigen Finanzkrise in D.
2. Den Sinn u. Vorteil eines EWF sehe ich nach wie vor nicht. Wie ich vorher sagte: GR aus der EWU schmeißen, den Staat in seiner selbst gegrabenen Falle verhungern lassen, bis er sich selbst saniert hat - die Einführung eines stringenten Steuersystems würde sicher helfen. Es gibt Beispiele anderer Staaten , wo die Durchsetzung schwierig war, aber letztlich für einigermaßen stabile Verhältnisse gesorgt hat.
3. Mögen die Griechen ihren Staat kaputt-streiken, na und? Uns wird auch keiner helfen, später, wenn bei uns die Sozialsysteme zusammenbrechen, was ich durchaus so kommen sehe, fragt sich nur wann die Blase platzt, und das betrifft dann nicht nur einige Kommunen.
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11.03.2010, 23:01
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Noch etwas:
Unsere Diskussion um den Weg von GR und die anderen PIGS aus der Krise ist schön und gut, aber die Idioten, die uns regieren, machen sowieso wieder den dämlichsten Kuhhandel, der uns alle mehr oder weniger schädigen wird.
Ich denke, wir sollten darüber diskutieren, wie wir selber in dieser Situation agieren können, insbesondere wie die Entwicklung des EUR einzuschätzen ist, und ob man mit anderen Spekulationen einen Gewinn machen kann.
Was mich erstaunt ist, dass trotz des General(!)streiks, der offensichtlich weitestgehend befolgt wird und wohl einige Zeit durchgehalten wird, der EUR gegenüber dem $ nicht gefallen ist.
Des weiteren waren schon Meldungen zu hören, dass es in Portugal auch ernst wird. Nun gut, beide Staaten sind von ihrem BIP her keine Schwergewichte in der EU. Aber sobald ein Staat aus der Krise herausgekauft wird, wird das ein negatives Signal geben an die Weltfinanzmärkte. Und ich gehe davon aus, dass das mittelfristig so kommen wird. Außerdem: jetzt wurde die GR-Anleihe vom Markt gut aufgenommen, aber in den nächsten Jahren wird GR weitere Unterstützung brauchen, was dann?? Was ist dann inzwischen mit P oder SP geschehen?
BullyBear
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11.03.2010, 23:13
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Zitat:
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Zitat von Stoni_I
@BullyBear
Aber dieses Gebahren der Griechen fällt wirklich schwer. O.K. - wenn dort ein Lehrer nur 1.400 Euro verdient oder ein Arzt Extra-anzahlungen annehmen muss, kann man da eben nicht großartig sparen. Dann müssen die aber mal ihr Steuersystem auf Vordermann bringen oder sonstwo zuschlagen.
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Griechenland hat sich (ausgerechnet) das deutsche STeuersystem als Vorlage genommen. Das eigentliche Problem ist in den Köpfen der Menschen vorhanden. Egal welches System es gibt ...ein Grieche denkt zuerst an seine eigene Tasche und dann an den Rest, aber nie an den Staat (Nur wenn er Geld bekommt...). Das ist die traurige Realität, die dort überall zu findet ist.
Geändert von PCBM (12.03.2010 um 00:25 Uhr).
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11.03.2010, 23:28
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auch der österr. Kurier befaßt sich mit dem Thema, hier einige Passagen aus dem Artikel (einige Dinge habe ich so noch in keiner anderen (Wirtschafts-)Zeitung gelesen):
Viel Geld
In Berlin und Paris wird in Übereinstimmung mit der EZB geschätzt, dass Griechenland bis zum Jahresende 55 Milliarden Euro neue Mittel braucht, um sich vor der Staatspleite zu retten. Dafür wäre Berlin bereit, 20 Milliarden Euro einzusetzen, Paris offenbar bis zu zehn Milliarden Euro. Beide hoffen aber, dass es so viel Geld gar nicht braucht. Wenn erst einmal klar sei, dass Griechenland von der EU gestützt wird, dürften, so hofft man in Berlin, "die Märkte den Rest selbst übernehmen". Notfalls aber würde so viel Geld in die Hand genommen, dass auch Großbritannien gegen die Spekulation geholfen werden könnte - wenn es das wollte. Was Premierminister Gordon Brown aber noch nicht getan hat.
Das Hilfspaket für Athen soll nach dem Schlüssel aufgeteilt werden, der für die Finanzierung der Europäischen Zentralbank gilt. Wobei allerdings die anderen Staaten mit gefährdeter Schulden-Refinanzierung wie Spanien, Portugal und Irland ausgenommen werden könnten.
Damit würde auf Österreich rund eine Milliarde Euro oder etwas mehr entfallen, je nach Lage auf den Anleihemärkten. Laut diskreter Quellen in Berlin habe Österreichs Politik dem schon zugestimmt. Eine Bestätigung war dafür aber in Wien nicht zu bekommen, allerdings auch kein Dementi. Technisch würde die Hilfe über die Kontrollbank laufen.
Wie das Geld Griechenland zur Verfügung gestellt werden soll, ist noch offen. Im Berliner Kanzleramt möchte man am liebsten eine Hälfte mit Garantien abwickeln, die andere mit dem Kauf griechischer Anleihen durch die staatseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW. Zumindest Garantien wären politisch durch die Information des Bundestags-Haushaltsausschusses zu erledigen, für direkte Budgethilfen bräuchte es aber ein Nachtragshaushaltsgesetz.
» Kommentar: Absurder Vorschlag
Drehbuch
Die Abwicklung würde sich an der Hilfe der Regierung Kohl in der Russlandkrise der Neunzigerjahre orientieren. Zeitlich hat Merkel in einer Sitzung am 2. März das Drehbuch skizziert: Die ersten Stützungsmaßnahmen kämen in der Karwoche, wenn die Märkte unterbesetzt sind. Bis dahin sollten die dümmeren Spekulanten bestraft werden, die immer noch glaubten, Griechenland in die Pleite treiben zu können. Vor allem aber soll Griechenland noch schmoren, damit dort die Sparmaßnahmen für die Regierung leichter durchzusetzen sind.Der bisher geäußerte Widerstand der Bundesbank schrumpft damit zur Beruhigung verärgerter deutscher Steuerzahler: Das Vorgehen ist mit ihr und den Spitzen der EZB abgestimmt. Denn die deutschen Banken würden mit einer Griechen-Pleite gut 30 Milliarden Euro verlieren: Da ist eine auch politisch wichtige EU-Solidarität rundherum einfacher.
(Zitate ende)
für mich heißt das, dass man mit einem short auf den Euro vorsichtig werden muß, viele Marktteilnehmer werden nur den kurzfristigen Aspekt sehen (wollen) und sagen, 'GR ist gerettet' - 'Endlich eine Lösung' - 'Gut für eine stabile EU', und für den Euro'.
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Thread zu den Austro-Aktien
"Be greedy, when others are fearful and fearful when others are greedy." (Warren Buffett)
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